Magazin-Konzept ›Progress‹

In unserer gemeinsamen Ausbildung, vor mittlerweile gut drei Jahren, keimte in unseren Köpfen die Idee, ein eigenes Magazin zu gestalten und auch inhaltlich zu kuratieren. Mit einer Semesterarbeit entwickelten Lars und Malte die Idee weiter, um diese Gedanken und Visionen endlich greifbar zu machen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, die Ausgabe eines Magazins zu planen und umzusetzen.

Alles ist ein Progress

Für das Konzept des Magazins kauten wir einige Zeit auf Sinn und Themen dem es sich widmen soll. Von Beginn an dachten wir an viele Themen, zu denen wir selbst einen großen Bezug pflegen – einen besseren Motivator gibt es nicht. Es geht um visuelle Gestaltung in allen ihren Fassetten – konkrete Projekte und ihre Entstehung, Software und Werkzeuge, Persönlichkeiten die gestalterisch tätig sind und wie man sich in dieser Branche entwickeln kann. Es geht darum, dass etwas nie perfekt sein kann und dass es die Momente und Situationen im Prozess sind, die unperfekt wertvoll sind.

Wir möchten den ›Progress‹ verherrlichen.

Der Umschlag – ein wandelbarer visueller Anker

Jeder, in einer Ausgabe enthaltener, Artikel findet auf dem Umschlag mit einem Titelbild seinen Platz. Es entsteht ein Raster, das einen Wiedererkennungswert bei unterschiedlichsten Inhalten gewährleistet und gleichzeitig einen kleinen Einblick auf den Inhalt ermöglicht.

Zudem funktioniert es als Inhaltsverzeichnis: jedes Titelbild, als visuelle Verbindung zum Kontext, ist mit einer dezenten Seitenzahl verbunden. Mit einer unaufdringlichen flächigen Prägung der Titelbilder, verschaffen wir dem Magazin eine wertige Haptik, die sich kombiniert mit einem ungestrichenen, offenpoorigen Papier (Munken Print White, 300g, 1.8 Volumen) einfach gut anfühlt.

Auf Cover und Rücken platzierten wir die Marke und eine Kurzbeschreibung, die den Kontext der Ausgabe textlich verdeutlicht.

Raffinessen und Trendbewusstsein

Im Layout und typografischer Gestaltung gibt es im Inhalt diverse kleine Raffinessen und Experimente – schließlich ist es ja ein Konzept und wir nutzten den Spielraum, um manches auszuprobieren, ohne uns zu sehr von realen Anforderungen zu distanzieren.

Am Ende eines Artikels setzten wir das Titelbild des darauf folgenden bewusst so in den Anschnitt, dass es auf der Folgeseite weiterläuft: Es schließt einen Artikel ab und ist zugleich ein kleiner Einblick in das nächste Thema. Die Inspiration fanden wir in modernen Screendesigns, die oft eine Verkettung von Beiträgen aufweisen.

Im Umgang mit der Typografie unterwarfen wir uns einem zeitgemäßen Trend: Dem Mix aus einer Schriftart mit Serifen und einer ohne – uns gefällt die ästhetische Attraktivität einer solchen Kombination und die Möglichkeit Begriffe hervorzuheben, ohne auf herkömmliche Mittel zurückzugreifen. Unterm Strich ist es ein Trend, dessen Zeitlosigkeit sich erst noch beweisen muss.

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