Humane Environments

›Humane Environments‹ ist meine erste konzeptionelle Fotoserie. Sie bildet meinen Blick auf die mich umgebenden menschlichen Strukturen ab, umklammert von einer anhaltenden Atmosphäre.

In den letzten zwei Jahren vertiefte ich mich mehr und mehr im Kosmos der analogen Fotografie. Auch Paul und Lars stachelten mich mit dem Thema immer wieder an. Nachdem ich unzählige Videos von Willem Verbeeck, Nick Carver und Co inhallierte, konnte ich dem Zwang nicht widerstehen, mir eine Mittelformat-Kamera zuzulegen.

In diesem Artikel geht es eigentlich um die entstandene Fotoserie – doch der Fakt, dass sie auf Mittelformat entstanden ist, trägt viel dazu bei: Es ist für mich eine grundlegend andere Art zu fotografieren. Die Zeit, die in den Fotografien steckt, die Beschränkung auf zehn Bilder pro Rolle, der Weg übers Entwickeln und Scannen, die im Vergleich zu digitalen Kameras ganz anderen entstehenden Daten. Allein, dass man eine Art Backstein zum Fotografieren mit sich rumträgt. Ich hatte erstmals das Gefühl, Ergebnisse zu erlangen, die meine angestrebte Atmosphäre wiederspiegeln. Für mich ist es diesen Umweg wert und er ließ diese Serie erst so entstehen.

28 Fotografien sind in gebundener Form, einer Auflage von zwei Exemplaren, verewigt. In einem schlichten Leineneinband und kompaktem Format (6,5 × 8"). Legt man den Schutzumschlag bei Seite, ermöglicht das äußere Erscheinungsbild keinen Aufschluss über den Inhalt. Dieses Foto-Essay drängt sich nicht auf, es existiert lediglich. Jede Deutung und Interpretation liegt beim Betrachter.

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